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Über den Mord an Khaled Idris Bahray in Dresden und seine Folgen

Es geschah am 12. Januar 2015 in Dresden. Es war ein Tag wie die Tage zuvor auch für den Asylbewerber Khaled Idris Bahray, der sich in Deutschland ein neues Leben erhofft hatte. Doch seine Reise aus Eritrea in eine glückliche Zukunft sollte in Dresden enden. Was genau passiert ist und was die Folgen des Tods waren, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Flucht aus Eritrea

Im Jahr 2014 hat Khaled Idris Bahray den Beschluss gefasst aus Eritrea zu flüchten und nach Deutschland auszuwandern. Er hat sich quasi in den Zug der Hoffnung gesetzt uns ist über München bis nach Dresden mit dem Zug gefahren. Am Bahnhof ist er angekommen – erschöpft kaputt, aber glücklich endlich in einem sicheren Land zu sein. Der 20-jährige Khaled Idris Bahray ist im Juli 2014 in Deutschland angekommen und hat einen Asylantrag gestellt. Er wurde in einem Wohnblock für Asylbewerber in Dresden untergebracht in einer Wohnung, in welcher er mit anders aus Eritrea gewohnt hat.

Der Mord

Das Gewaltverbrechen an Khaled Idris Bahray geschah im Januar 2015. Er war zu diesem Zeitpunkt schon ein halbes Jahr in Deutschland. Sein Leichnam wurde im Hinterhof seines Wohnblocks, ein alter Plattenbau in Leubnitz Neuostra entdeckt. Die Obduktion hat bestätigt, dass Khaled Idris Bahray ermordet worden ist. Todesursache waren mehrfache Messerstiche in Brust und Hals.  

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Die Verdächtigungen

Der Mord löste eine große Welle an Emotionen, Hass und Neugierde aus. Die Augen waren auf Dresden gerichtet und jeder wollte wissen was dort vorgefallen ist. Die ersten Verdächtigungen wurden ziemlich schnell gemacht. Es wurde vermutet, dass der Mord an dem Flüchtling einen Rechtsextremen Hintergrund haben muss. Die Ermittler und Behörden im Hintergrund waren sich sicher: Ein Rechtsradikaler muss der Mörder sein. Es lag ja auch nahe aufgrund der rechtsextremen Übergriffen in Dresden und den Schmierereien mit Hakenkreuzen und anderen Beleidigungen auf den Asylwohnhäusern. Und so wurde das Verbrechen an Khaled Idris Bahray schnell zu einem Politikum.

Der Täter

Nach intensiven Ermittlungen wurde der Mitbewohner von Khaled Idris Bahray festgenommen. Hassan S. – auch ein Flüchtling aus Eritrea, 26 Jahre alt. Beim Verhör am 22. Januar 2015 gestand Hassan den Mord an seinem Mitbewohner. Grund war der Streit über die Haushaltsführung. Hassan wurde zu 2 Jahren und 3 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Es galten mildernde Umstände aufgrund von Notwehr Zuständen.

Die Folgen

Die Folgen des Mords an Khaled Idris Bahray hatte zwei Seiten. Die eine Seite waren die Folgen für die Ermittler, Staatsanwaltschaft und Dresdner Polizei. Ihnen wurde schlechte Arbeit vorgeworfen, da man zu schnell auf Spekulationen und Verdächtigungen eingegangen ist. Die zweite Seite sind die Folgen für die restlichen Flüchtlinge aus Eritrea. Aufgrund der falschen Anschuldigungen sind sie in der Siedlung nicht mehr willkommen. Die Stimmung ist gekippt und sie fühlen sich nicht mehr wohl.